Höhlenabenteuer auf der Alb

Youngsters erkunden Bären- & Nebelhöhle

Am vergangenen Sonntag begaben sich einige wackere Urspringer auf Entdeckungstour auf der Schwäbischen Alb. Ziel des Ausflugs war Sonnenbühl, wo es zahlreiche Tropfsteinhöhlen zu erkunden gibt. Begleitet von Herr Bücheler und Herr Jung wagten sich die munteren Abenteurer in die Tiefen der Unterwelt.

Der erste Stopp war die Karls- & Bärenhöhle, eine faszinierende Tropfsteinhöhle, in der man bei geologischen Erkundungen zahlreiche Bärenskelette des ausgestorbenen Europäischen Höhlenbären fand, was schließlich auch zur Namensgebung der Höhle führte. Im Rahmen der obligatorischen Führung lernten die Jungforscher so einiges über die Höhle sowie die Entstehung von Stalagmiten und Stalaktiten.20161009_133001

Die Karlshöhle wurde bereits 1834 durch den Erpfinger Lehrer Fauth auf der Suche nach Heilkräutern entdeckt, als ihm seine Schnupftabakdose in ein Loch im Boden fiel − und noch im gleichen Jahr für Besucher zugänglich gemacht. Im Jahr 1949 schließlich fiel dem Höhlenführer Karl August Benz auf, dass Fledermäuse in der Höhle durch einen Spalt verschwanden, den man bis dato nicht kannte. Er wurde neugierig, stieg mit einer Leiter zum Spalt hinauf und entdeckte so die Fortsetzung der Höhle, die alsbald als Bärenhöhle bekannt werden sollte. Die Höhle ist heute auf einer Gesamtlänge von 271 Metern begehbar.20161009_1434211

Nach kurzer Verschnaufpause ging es weiter zur Nebelhöhle. Diese Höhle ist den Menschen auf der Alb bereits seit hunderten von Jahren bekannt und wurde auch rege besucht. Im Jahr 1920 entdeckten die Herren Kopp und Rau eine Fortsetzung der bekannten „Alten Nebelhöhle”. Um diesen Höhlenteil einfacher zugänglich zu machen, wurde der heutige Eingang in den Fels gesprengt; ein Schacht führt wendeltreppenartig in die Tiefe und bringt den Besucher mitten ins Herz der Höhle. Die Bezeichnung Nebelhöhle resultiert im Übrigen daher, dass im Winter die Außentemperatur über jener in der Höhle liegt und durch Luftzirkulation austretende Feuchtigkeit als Nebel in der kalten Winterluft kondensiert.

Die mutigen Urspringer Höhlenforscher durchsuchten jeden Winkel der Höhle und ließen es sich nicht nehmen, eine nicht ganz ernst gemeinte Führung zu inszenieren, die sie auf Video bannten, um die Eindrücke des Tages für die Nachwelt festzuhalten.

Ohne Verluste − sei es durch gefräßige Höhlenbären oder Verlorengehen in den Tiefen der Höhlen – begaben sich die Ausflügler sodann gen Abend zufrieden zurück nach Urspring.

Fotos: O. Jung

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