Comenius-Fahrt nach Belgien – mehr als nur Fritten & Bier

IMG_4255Urspringschüler als Europäer unterwegs

Nach einem einwöchigen Schüleraustausch mit der belgischen Schule Heilig Harthandelsinstituut in Waregem, an dem auch norwegische und ungarische Schüler teilnahmen, kamen acht Schüler und der begleitende Lehrer Martin Witzel mit vielen positiven Eindrücken am letzten Märzwochenende nach Urspring zurück.

Urspring nimmt schon seit über 15 Jahren unter Leitung von Inge Banholzer und mit der Unterstützung von Dr. Wetzler federführend an diesem europäischen Projekt teil und hat sich die Internationalität ins pädagogische Leitbild der Schule geschrieben.

Ziel des europäischen Comeniusprojektes ist es u.a., internationale Verbindungen herzustellen, die europäische Identität der Schüler zu stärken sowie historische Spannungen zu überwinden. Dafür ist die Ortschaft Waregem ein idealer Ort, da er einerseits in der Nähe der Flanders Fields liegt, auf denen vor über 100 Jahren äußerst grausame Schlachten des Ersten Weltkrieges stattfanden, und andererseits nahe der Städte Gent, Ypern und Brügge, die im Mittelalter Mitglieder der Hanse waren und für einen gemeinsamen europaweiten Tuch- und Textilhandel standen.

Durch die Besuche dieser Standorte konnten sich die Schüler gemeinsam ein Bild von der Vergangenheit machen und sich etwa an den Gräbern der Getöteten des Ersten Weltkrieges oder beim Zapfenstreich, der tagtäglich in Ypern abgehalten wird, aber auch bei Strandspaziergängen oder beim Flanieren in Brügge über die europäische Vergangenheit und die Möglichkeiten eines vereinten, friedvollen Europas austauschen.

Neben den Exkursionen zu diesen Standorten stand die internationale Projektarbeit in der Schule auf dem Programm. Hier sollten die Schüler in gemischten Kleingruppen eine App entwickeln, die den Alltag erleichtern soll. Durch diese sehr produktive Arbeit wurden die englischen Sprachkenntnisse verbessert, das Arbeiten im Team gefördert, verschiedene Herangehensweisen erörtert und das kulturelle Verständnis erweitert.

Abseits dieser inhaltlichen Schwerpunkte spielten auch Freizeitaktivitäten, an der alle Austauschschüler, die Gasteltern sowie die betreuenden Lehrer teilnahmen, eine große Rolle in der Projektplanung. Es fanden in der Schule unter Leitung des Kollegen Emmanuel Vercruysse an einigen Abenden Veranstaltungen wie Karaoke, Barbecue, Volkstanz sowie ein Food Court statt. Besonders wichtig für alle Beteiligten war der Food Court – eine Veranstaltung, bei der alle anwesenden Länder am ersten Abend ihre Essensspezialitäten vorstellten und es darüber zum ersten kulturellen Austausch kommen konnte.

Zusammenfassend stellten die Urspringschüler beim abschließenden Blitzlicht fest, dass es eine gelungene und erfolgreiche Woche war, in der nicht nur zahlreiche Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen, sondern vor allem das europäische Bewusstsein und die europäische Verantwortung jedes Einzelnen gestärkt wurden.

Hanna Maigler, Felix Fischer, Martin Witzel

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