Segeltörn 2.2

Tag 2: Lasst das Segeln beginnen

Nach einer langen, je nach Person auch kurzen, Nacht (von der gestern erwähnten Ruhe hatten die holländischen Stechmücken anscheinend nichts mitbekommen) ließen sich schon wieder vereinzelte Sonnenstrahlen am Horizont blicken.  Jedoch musste die Schiffsmannschaft feststellen, dass sie über Nacht anscheinend einen Verlust von 3 Kameraden zu verschreiben hatten. Oder etwa doch nicht? Als man gerade schon Suchtrupps losschicken wollte, bemerkte man in weiter Ferne 3 Schatten, die sich gerade auf den Weg zurück zum Schiff gemacht hatten. 3 nimmermüde Wasserratten waren bereits um 7 Uhr aufgestanden, um das kühlende Nass des Ijsselmeeres zu genießen. Als dann die Truppe wieder komplett war, ging es erst einmal zum Einkaufen, es wurde ja schon mit leeren Mägen sehnsüchtig auf das Frühstück gewartet und auch Proviant für die Fahrt ward benötigt. Nach einem ausgiebigen Frühstück bekamen einige ihre erste, andere schon ihre zweite Einweisung zum Segeln. Als dann jeder die drei wichtigsten Knoten beherrschte, hissten wir die Segel und machten uns auf den Weg gen Nordsee. Circa zweieinhalb Stunden später wurden wir in unserer Fahrt von einer hinterlistigen Schleuse aufgehalten, welche wir, um vom Ijsselmeer in das Wattenmeer zu kommen, erst noch passieren mussten. Dies klappte auch relativ gut, nur beim Verlassen der Schleuse waren uns die Winde nicht gut gesonnen und drückten uns mehrmals wieder in die Schleuse rein. Als wir es dann geschafft hatten, den Luftströmen zu entkommen, ging es relativ zügig in unseren Zielhafen: Harlingen. Nach einigem Hin- und herrangieren konnten wir dort erfolgreich anlegen. Da einer der Segler am Morgen bereits über heftigste Ohrenschmerzen klagte, machte sich sofort eine Gruppe auf, Medizin in der Harlinger Apotheke zu besorgen. Derweil bummelten andere durch die Stadt.  Beim Zurückkommen stellte man fest, dass wir nicht mehr alleine waren: Jurgen hatte seine Freundin und seinen Hund mit an Bord geholt, die uns mit nach Ameland begleiten wollen um dort mit den Pferdeliebhabern unserer Gruppe zu reiten (Bericht folgt). Am Abend wurden dann im Schiff zusammen Spiele gespielt, man saß noch gemütlich an Deck zusammen oder andere waren bereits in tiefen Schlaf versunken. So ging der erste  volle Tag auf der Rea Kliff mit einer windigen Nacht und müden Seglern zu Ende.

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